Die Corona-bedingte Absage von Veranstaltungen


In der Corona-Krise haben Bund und Länder unter dem 06.05.2020 weitere Lockerungen beschlossen. Großveranstaltungen wie Festivals, größere Konzerte, Messen und Volksfeste sollen jedoch bis mindestens 31.08.2020 untersagt bleiben. Dies wird damit begründet, dass die Vermeidung von größeren Menschenansammlungen eine unerlässliche Maßnahme zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-19 ist. Aus diesem Grund entschlossen sich zahlreiche Veranstalter bereits präventiv zu Absagen.

Fraglich ist, welche Auswirkungen diese Absagen für die Veranstalter haben. Veranstalter schließen nämlich nicht bloß Verträge mit Besuchern ab, sondern sind zudem regelmäßig Vertragspartner von Dienstleistern wie Catering-Anbietern und Sicherheitsdiensten.

Zuallererst ist anzumerken, dass der Veranstalter die Corona-Pandemie nicht zu vertreten hat, weshalb er nicht für Schäden und frustrierte Aufwendungen verhinderter Besucher haftet. Sofern der Veranstalter die Durchführung der Veranstaltung selbst aus Gründen der Infektionsprävention absagt, kann er sich sowohl auf seine Rücksichtnahmepflicht gegenüber der Besucher berufen als auch vortragen, keine zusätzliche Ansteckungsgefahr für die Bevölkerung schaffen zu wollen. Die Absage führt jedoch dazu, dass er die Einnahmen aus Eintrittskarten und Sponsoring verliert.

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    Kirsten Schimmelpenning

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